WEpods fahren am Airport Weeze

29-11-2018 WEpod Weeze

Weeze – Zwischen dem Terminal und P2 des Airports Weeze wird in den kommenden Wochen ein ungewöhnliches Fahrzeug unterwegs sein - der in der niederländischen Provinz Gelderland bereits bekannte WEpod. Das EU-Förderprojekt „I-AT“ nutzt das Flughafengelände für einen Test und bringt dort das Elektroauto an den Start. Ziel ist, das Auto in Zukunft automatisch pendeln zu lassen. Zurzeit steuert jedoch ein Steward an Bord das Fahrzeug noch manuell. Der Test dient dazu, sämtliche Streckendetails abzuspeichern.

Mit einem Budget von insgesamt knapp 8,5 Millionen Euro – gefördert mit interregionalen EU-Mitteln der Euregio Rhein Waal – testet das Projekt „I-AT Interregionaler Automatisierter Transport“ derzeit zusammen mit mehreren Projektpartnern das zukünftige automatisierte Fahren. Der grenzüberschreitende Einsatz ist eine Erweiterung der bisherigen Tests mit den WEpods. Denn als Transportmittel der Zukunft muss das Fahrzeug auch über Grenzen hinweg fahren können.

Auch in dieser Testphase steht Sicherheit an erster Stelle

Der kleine Bus, in dem die sechs Sitzplätze anders als in einem Auto nicht hintereinander, sondern gegenüber angeordnet sind, ist mit maximal 15 Stundenkilometern unterwegs und mit redundanter Technik ausgestattet: Fällt ein GPS-Gerät aus, springt ein anderes Gerät ein. Hat ein Lasersensor einen Defekt, gibt es weitere Sensoren, die dessen Aufgaben übernehmen. Die Sicherheit steht an erster Stelle.

Teststrecke

Zwei dieser Fahrzeuge befinden sich zu Testzwecken auf dem Gelände des Airports Weeze und werden Ende November 2018 dort in den Probeeinsatz gehen – allerdings immer nur eines der Fahrzeuge zur selben Zeit und immer mit einem Steward an Bord, der den Minibus manuell steuert.

Die Aufgabe ist zunächst, eine festgelegte Strecke, die der Bus ständig abfährt, digital zu erfassen. Auch alle Erfahrungen und Wissen aus den niederländischen Testphasen werden in I-AT eingebracht und weiterentwickelt. Mit moderner Technik nimmt das Gefährt per Radargeräten, Lasersensoren und Kameras zigmal jedes Detail seiner Rundroute auf. Diese Daten sollen später dazu dienen, dass Änderungen der Strecke für Sicherheitshinweise sorgen: Liegt etwa ein umgefallener Baum quer, bremst der Wagen selbstständig ab. Die Strecke selbst wird per GPS-Navigation abgefahren. Wie lange diese Testphase dauert, steht noch nicht fest. Alle Testfahrten werden ohne Passagiere gemacht, im Bus sitzt nur der Steward. Erst später sollen – auch im Rahmen des Tests - Fahrgäste einsteigen dürfen. Mit den Elektrobussen, in denen jeweils sechs Menschen Platz nehmen können, soll später der Parkplatz P2 mit dem Terminal verbunden werden. Eine weitere Route könnte – auf Anforderung – vom Terminal zum Hotel auf dem Airport-Weeze-Gelände eingerichtet werden.

Sauberer Strom von den Sonnenpanelen des Airports Weeze

Angetrieben werden die Busse elektrisch. Sie könnten einen ganzen Tag lang pendeln, bis sie wieder an die Steckdose zum Aufladen müssen. Den Strom dazu produziert die umweltfreundliche Solaranlage des Airports Weeze, mit 30 Hektar die größte Photovoltaikanlage in Nordrhein-Westfalen.

Information für die Redaktion

Für weitere Informationen zu dieser Pressemitteilung können Sie zu Bürozeiten Kontakt aufnehmen mit der Provinz Gelderland, Frau Petra Borsboom, +31 (0)26 359 96 60, p.borsboom@gelderland.nl, oder der Zentrale der Provinz unter (Provincieloket) +31 (0)026 359 99 99, provincieloket@gelderland.nl. Ausserhalb der Bürozeiten stehen wir Ihnen unter +31 (0)026 359 87 17 zur Verfügung.

              

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